In den letzten beiden Nächten wurde einer unserer Server durch
DOS Attacken in die Knie gezwungen. Da wir ja nun schon die
TURK Telekom ausgesperrt hatten, lag die Vermutung nah, dass es sich dieses Mal um einen Angriff aus Deutschland handelte.
In der ersten Nacht hatten wir noch gar nichts gemacht. In der zweiten Nacht in Folge haben wir dann aber live mit dem Hoster des Rechenzentrums die Logfiles beobachtet und eigentlich immer sofort live die IP Adresse des Angreifers bekommen. Gleich bei der ersten Attacke konnten wir die IP Adresse einem Besucher eines unserer Foren zuordnen. Pech für den Angreifer, denn damit stand zweifelsfrei fest, dass er da seine Skripte ausprobierte (und die schienen ganz gut zu funktionieren).
Zur Sicherheit haben wir ihn noch per Messenger angeschrieben und so eine Direktverbindung hergestellt. Dann noch schnell das Address Reolution Protokoll auslesen und huch? Schon wieder die gleiche IP Adresse zum nächsten Angriff. Abstreiten ist also zwecklos gewesen.
Da der gute Mann sich alle paar Minuten neu ins Internet wählte brachte es nichts seine IP zu sperren. Also haben wir seine Browserkennung gesperrt. Nachdem er das bemerkte, hat er dann seine Browserkennung auf den Google-Bot geändert. Also hätten wir nun das Spiel noch einige Stunden treiben können oder auch nicht. Also haben wir ihn nochmal angetickert, um wieder die IP zu vergleichen. Naja, die Überraschung war nicht groß...
Der Hoster hat dann noch einige Änderungen an der Serverkonfiguration vorgenommen und noch ein Skript eingebaut, das es in der Zukunft etwas schwieriger macht den kompletten Server lahmzulegen. Und das alles mitten in der Nacht...
Momentan läuft alles wieder ganz gut, man weiß aber nicht wie lange. Wie geht es aber weiter?
Anzeige wegen rechtswidriger Datenunterdrückung (enthalten im § 303a StGB) an den Angreifer.
Schadenersatzforderung wegen ausgebliebener Werbeeinnahmen.
Schadenersatzforderung wegen ausgebliebener Umsätze auf den ebenfalls auf diesem Server liegenden Onlineshops.
Schadenersatzforderung wegen umsonst gezahlter Google Adsense Werbung (die Klicks liefen ja alle ins Leere).
Forderungen des Hosters wegen Technikerstunden, Bereitschaftsstunden und wahrscheinlich einer inzwischen defekten Netzwerkkarte.
Das wird ganz locker ein vierstelliger Betrag, wenn es zu einer Verurteilung kommt. Theoretisch kann man das sogar mit 5 Jahren Haft bestrafen.
Man zeigt so etwas ganz normal auf dem Polizeirevier an und es hilft, wenn man den § 303a gleich im Gepäck hat, weil nicht jeder Polizist auch sofort weiß wovon man spricht
Ich bin mir persönlich nicht mehr ganz sicher, ob eine DOS Attacke wirklich die richtige Idee war, denn teuer wird das nun in jedem Fall. Pech ist halt, dass man nichtmal bei einem Provider die herausgabe der IP Adresse beantragen muss, sondern dass der User zu unvorsichtig war in einem Forum mit der gleichen IP eingeloggt zu sein und auf den Trick mit der Direktverbindung ist er auch hereingefallen.
Wenn jemand von euch auf der Suche nach einem wirklich guten Hoster ist, der euch auch in solchen Situationen nicht alleine lässt, der sollte unbedingt zu
Artfiles gehen /wechseln!
Kommentare
Wed, 23.07.2008 13:13
Hi, wir setzen auch die Shopsoftware von JTL bei [...]
Sat, 19.07.2008 00:08
Na so der Sonderpreis ist das nicht, vergleiche doch mal die [...]
Thu, 10.07.2008 23:25
I do not think it is a good thing to block a provider's IP [...]
Mon, 07.07.2008 17:56
Versuchs mal mit nem MSI to EXE Creator (Umwandler) - bei [...]
Thu, 03.07.2008 13:35
I removed the 'deny to all', then the access was possible [...]